In einer persönlichen und würdevollen Feierstunde wurde Artur Busse, langjähriger Lehrer und engagierter Mitgestalter unserer Schule, in den Ruhestand verabschiedet.
Neben dem gesamten aktuellen Kollegium nahmen auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen früherer Jahre sowie Mitarbeitende an der kleinen schulischen Feier teil – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr Artur Busse als Mensch und Pädagoge geschätzt wurde. Die Atmosphäre war geprägt von Nähe, vielen Gesprächen, kleinen Snacks – und vor allem: sehr bewegenden, ehrlichen Momenten, in denen deutlich wurde, wie viel Herr Busse für diese Schule bedeutet hat.
Artur Busse war nicht nur ein erfahrener Lehrer, sondern jemand, der unser pädagogisches Profil mitgeprägt und getragen hat:
Er war überzeugt davon, dass Bildung mehr ist als Wissensvermittlung – nämlich Beziehungsarbeit, Haltungsfrage und gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Er stand für eine Schule, die allen Kindern gerecht werden will, die individuelle Entwicklung fördert, soziale Verantwortung vermittelt und Haltung im Alltag lebt.
Diese Überzeugung hat er nie nur formuliert – er hat sie gelebt.
Unsere Bildungseinrichtung ist in der Vergangenheit durch einige Krisen gegangen. Sein Engagement war besonders in diesen Zeiten spürbar:
- Im Jahr 2016, als wir durch den Verlust zahlreicher Schülerinnen und Schüler existenziell erschüttert wurden, war Artur Busse einer derjenigen, die blieben, trugen und an die Idee dieser Schule glaubten.
- Auch 2021, in der sensiblen Phase der vorläufigen Genehmigung der Gesamtschule, als vieles noch unklar war, war er eine der verlässlichen Säulen – mit klarem Blick, ruhiger Stimme und großem Vertrauen in den gemeinsamen Weg.
Als erster Didaktischer Leiter, Lehrer der ersten Gesamtschulklasse, StuBo- und AG-Koordinator, Mentor für Seiteneinsteiger und vieles mehr hat er nicht nur Strukturen aufgebaut, sondern Menschen begleitet – mit Geduld, mit Klarheit und einem tiefen pädagogischen Verständnis.
In seiner Abschiedsrede würdigte Herr Emil genau dieses Wirken. Er betonte, dass Herr Busse nicht nur Inhalte vermittelt, sondern Verantwortung gelebt habe. Und dass seine Haltung – leise, aber kraftvoll – maßgeblich zur pädagogischen Kultur unserer Schule beigetragen habe.
Auch die sehr persönliche Rede von Frau Paul-Fey, die seit vielen Jahren mit Artur Busse zusammengearbeitet hatte, war ein Höhepunkt des Abends. Mit großer Wärme und Authentizität blickte sie auf geteilte Erfahrungen zurück – auf gemeinsame Überzeugungen, schwierige Entscheidungen und ein stets tragendes Vertrauen.
Diese Verabschiedung war keine Pflichtveranstaltung. Sie war ein echtes Innehalten – für einen Menschen, der unsere Schule mitgeformt, mitgeprägt und mitgetragen hat.
Lieber Artur, du hast uns gezeigt, was pädagogische Haltung im Alltag bedeuten kann: Verantwortung, Augenhöhe, Geduld – und den festen Glauben daran, dass Schule ein Ort für alle sein muss. Dafür danken wir dir – von Herzen.


