Die grundlegenden Arbeitsbereiche des Pädagogischen Service Points (PSP) bestehen in der Organisation und Durchführung von Ferien- und Freizeitangeboten, der Durchführung von Coaching- und Beratungsgesprächen, der Umsetzung von Workshops zur Stärkung sozialer Kompetenzen sowie präventiven und intervenierenden Maßnahmen zur positiven Verhaltensentwicklung.

Der Pädagogische Service Point (PSP) bei Radio Wuppertal:
Der Pädagogische Service Point (PSP) an der Eugen-Langen-Gesamtschule
Mehr als nur Schulsozialarbeit
Der Pädagogische Service Point (PSP) ist eine zentrale Anlaufstelle innerhalb der Schule und versteht sich als fester Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler ganzheitlich zu fördern und sie in ihrer individuellen, sozialen und kulturellen Entwicklung zu begleiten. Der PSP leistet dadurch einen Mehrwert für die gesamte Schulgemeinschaft und unterstützt die positive Entwicklung von Verhaltensweisen und Perspektiven.
Die Eugen-Langen-Gesamtschule versteht sich als europäische Schule und als Instanz der Sozialisierung. Sie begleitet junge Menschen auf dem Weg zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in der Welt orientieren, Verantwortung übernehmen und kulturelle Vielfalt als Bereicherung wahrnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Demokratiefähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und einer respektvollen Streit- und Diskussionskultur. Der entscheidende Akteur beim Erwerb sozialer Kompetenz ist immer der Schüler bzw. die Schülerin selbst. Entsprechend ist unser Ansatz darauf ausgerichtet, Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass sie wertvoll sind und wir an ihre Entwicklung glauben.
Prinzipien der PSP-Arbeit
Die Arbeit des PSP basiert auf klaren Prinzipien, die eine vertrauensvolle und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglichen:
- Vertraulichkeit: Anliegen und Informationen werden geschützt behandelt, um Vertrauen zu schaffen.
- Ganzheitlichkeit: Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Gesamtheit betrachtet – mit Blick auf Lebenssituation, Ressourcen und Umfeld.
- Individualität: Unterstützung erfolgt passgenau und orientiert sich an der individuellen Lebenslage.
- Kooperation und Vernetzung: Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Eltern und externen Partnern sichert umfassende Unterstützung.
- Freiwilligkeit: Angebote basieren auf freiwilliger Teilnahme und fördern dadurch echte Veränderungsbereitschaft.
Handlungsfelder und Aufgabenbereiche
Die Aufgaben des PSP umfassen präventive, begleitende und integrative Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere:
1) Bildungs- und Erziehungsarbeit (Prävention & Intervention)
- Entwicklung und Durchführung von Präventionsprogrammen
- Mediation (ab Gefährdungsgrad II) unter Berücksichtigung des Notfallordners
- Elternarbeit und Elternseminare
2) Freizeit- und Ferienangebote
- Organisation von Freizeitangeboten und Ferienaktivitäten
- Bereitstellung von Aufenthaltsräumen und Angeboten außerhalb der Unterrichtszeiten
3) Beratung und Begleitung
Der PSP begleitet Schülerinnen und Schüler sowohl im schulischen Kontext als auch bei außerunterrichtlichen sozialen Herausforderungen. Dazu zählen:
- Beratung in persönlichen und sozialen Situationen
- Integration von Coaching-Elementen zur Unterstützung von Lern- und Entwicklungsprozessen
- Förderung sozialer und kultureller Integration
- Elternberatung
4) Systemische Förderung und Projektarbeit
- Ausgleich von Benachteiligungen durch sozialpädagogische Maßnahmen
- Entwicklung systemischer Förderkonzepte
- Projektarbeit zur Stärkung von Persönlichkeit, sozialer Kompetenz und Werteorientierung
Elternarbeit als zentraler Baustein
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist ein wesentlicher Bestandteil der PSP-Arbeit. Neben Elternseminaren gehören auch Hausbesuche zu den bewährten Arbeitsweisen, um Schülerinnen und Schüler in ihrem häuslichen Umfeld besser zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam nachhaltige Unterstützungsstrategien zu entwickeln.
Öffnung von Schule nach außen
Der PSP versteht sich als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung der Schule. Durch Vorträge, Seminare und Kooperationen mit außerschulischen Partnern wird Schule aktiv nach außen geöffnet. Dies stärkt nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern fördert auch bürgerschaftliches Engagement, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein über die Schule hinaus.
Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team
An der Eugen-Langen-Gesamtschule wird die Förderung der Schülerinnen und Schüler als gemeinsame Aufgabe verstanden. PSP und Lehrkräfte arbeiten eng zusammen, wobei der PSP insbesondere dort unterstützt, wo sozial-emotionale oder komplexe Herausforderungen über den schulischen Alltag hinausreichen. Alltägliche Konflikte verbleiben grundsätzlich in der Zuständigkeit der Klassenleitungen und werden bei Bedarf durch den PSP ergänzt (ab Gefährdungsgrad II).
Gesetzliche Grundlage und Selbstverständnis
Der PSP orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW (BASS NRW 21-13 Nr. 6) und arbeitet im Einklang mit den schulischen Leitlinien sowie den örtlichen Bildungsplänen. Er ist eine unverzichtbare Säule des Schulalltags und trägt dazu bei, ein positives Lern- und Lebensumfeld zu gestalten. Zu Beginn jedes Schuljahres veröffentlicht der PSP einen Jahresplan mit konkreten Angeboten und Maßnahmen, die über verschiedene Kanäle bekannt gemacht werden.
